Farb- und Materialkonzept im Rahmen einer Fassadensanierung der Genossenschaftssiedlung Allmend von Lägeren Wohnen, Wettingen.
Die Siedlung Allmend liegt idyllisch am Waldrand oberhalb von Baden. Das neue Farbkonzept setzt bei der bestehenden Architektur an und entwickelt deren Wirkung gezielt weiter.
Die langen Fensterbänder und grossflächigen Fassadenpartien verleihen den Gebäuden eine bisher eher monotone und flächige Erscheinung. Mit einer fein abgestimmten Farb- und Materialdifferenzierung wird diese Wirkung aufgebrochen und die architektonische Gliederung neu interpretiert.
Warme Ockertöne strukturieren die Fassaden in grafisch gesetzte Felder. Die gröbere Putzstruktur und die leicht dunklere Farbgebung zeichnen diese Bereiche subtil aus und schaffen einen rhythmischen Bezug zwischen Fenstern und Eingängen. Gleichzeitig werden die Fenster durch die Weiterführung der Fassadenfarbe in Leibungen und Balkonnischen stärker in die Gebäudekörper eingebunden. Die Fassade gewinnt dadurch an Tiefe und wirkt ruhiger und monolithischer.
Die warmen, hellen Farbtöne reagieren bewusst auf die eher schattige Lage der Siedlung und verleihen ihr eine freundliche, einladende Atmosphäre. Die bestehenden Farbtöne von Fensterrahmen, Storen, Eingangsüberdachungen und Briefkästen bleiben bestehen und werden harmonisch in die neue Farbgestaltung integriert.
So entsteht ein zurückhaltendes, präzise abgestimmtes Farbkonzept, das die architektonischen Qualitäten der Siedlung stärkt und ihr zugleich eine eigenständige, zeitgemässe Identität verleiht.
Fotos: Silvan Bärtschi